Dynamische Marken, innovative Produkte und eine veränderte Handelslandschaft haben den Markt für Elektrokleingeräte in Westeuropa neu geprägt. Eine Konstante in diesen Zeiten des Wandels bleibt das solide Wachstum, das von Jahr zu Jahr in den sechs großen westeuropäischen Ländern Deutschland, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Italien und Niederlande erreicht wurde. Im ersten Halbjahr 2010 liegt der Umsatz (in Euro) um 6 Prozent über dem Vorjahreswert. Auch jedes einzelne Land erzielt ein deutliches Plus.
An erster Stelle stehen Staubsauger, auf die fast die Hälfte des Gesamtzuwachses zurückzuführen ist. Auch Küchenhilfen, Kaffee- und Espressomaschinen sowie Herrenrasierer und Epiliergeräte setzen deutliche Impulse.
Gegenüber der Wirtschafts- und Finanzkrise hat sich der Markt für Elektrokleingeräte nahezu resistent gezeigt. Dank der Vielfalt hinsichtlich Produkten und Anbietern wurden punktuelle Rückgänge gut kompensiert. Hinzu kam die Innovationskraft der Hersteller, die der Handel mit großem Engagement unterstützte. In zahlreichen Warengruppen war zudem zu beobachten, dass viele Konsumenten zwar nicht unbedingt öfter einkaufen, dafür aber mehr Geld für Neuanschaffungen ausgeben. Hochwertige Ausstattung und die Qualität der gekauften Modelle spielten häufig die entscheidende Rolle.
Dabei nimmt der Verkauf der Premiumprodukte im Internet zu. So liegt der Umsatzanteil des Online-Geschäfts in Westeuropa mittlerweile bei etwa 10 Prozent. Allerdings zeigt sich sowohl von Warengruppe zu Warengruppe als auch in den einzelnen Ländern ein differenziertes Bild. Während beispielsweise der Anteil in Frankreich, Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden aktuell über 15 Prozent liegt, ist das Thema Internetkauf in Südeuropa momentan noch wenig populär.
Mit einem Plus von 2 Prozent bei den Stückzahlen und 9 Prozent beim Umsatz setzt sich das deutliche Wachstum der Kategorie Staubsauger in diesem Jahr fort. Innerhalb des wichtigsten Segments der klassischen Bodenstaubsauger legen besonders die beutellosen Staubsauger im hochwertigen Bereich zu. Generell sind zum einen ein Trend zur Marke und zum anderen ein Trading-Up bei den Konsumenten zu beobachten.
Daneben belebt die deutlich gestiegene Nachfrage nach Saugrobotern, die mittlerweile 3 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen, sowie nach Handstaubsaugern den Markt. Deren Wachstum lässt sich vor allem auf neue Produkte und Wettbewerber bei den Akku-Handstaubsaugern zurückführen.
Der Markt für Kaffee- und Espressomaschinen ist seit einigen Jahren ein entscheidendes Wachstumssegment unter den Elektrokleingeräten in Europa mit stetigen und zum Teil zweistelligen Zuwachsraten. Geprägt ist dieser durch Innovationen der Anbieter und durch Verbraucher, die diese auch annehmen und ihre Trinkgewohnheiten verändert haben. Großer Beliebtheit erfreuen sich die neuen Geräte für die Kaffezubereitung wie Pad- und Kapselmaschinen. Doch auch das Segment der traditionellen Filterkaffeemaschine kann sein Niveau halten.
Im ersten Halbjahr 2010 erhöht sich der Gesamtumsatz in Westeuropa um 4 Prozent. Das Mengenwachstum liegt bei 2 Prozent. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Verbraucher zunehmend höherwertige Geräte aus dem Espresso-Segment nachfragen. Das größte Wachstum verbuchen Espresso-Kapselmaschinen mit einem Anstieg der Verkaufsmenge um 18 Prozent.
Die Verbraucher interessieren sich sehr stark für die so genannten Portioniergeräte, mit denen sich schnell und einfach eine einzelne Tasse Kaffee oder Espresso zubereiten lässt. Denn auch der Umsatz mit Kaffee-Padmaschinen wächst um 5 Prozent. Hingegen geht das Segment der Vollautomaten um 6 Prozent zurück.
Der Bereich der Körperpflege, zu dem unter anderem Herrenrasierer, elektrische Zahnbürsten, Epiliergeräte, Haartrockner, Haarstyler und Haarschneider zählen, entwickelt sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich positiv. In den sechs großen westeuropäischen Ländern ist der Umsatz um 6 Prozent gestiegen.
Nach Jahren der Stagnation wächst das größte Segment der Herrenrasierer sowohl über den gehobenen Einstiegspreis-, als auch den Premiumbereich. Auch bei den Epiliergeräten sind bei den Verbrauchern hochwertige Produkte gefragt. Der Trend geht im Bereich Haarentfernung zu einer immer größer werdenden Flexibilität der Geräte. Ebenfalls eine vermehrte Nachfrage verbuchen die Warengruppen Bartschneider, Präzisionsschneider und Bodygroomer.
Die dynamischste Kategorie seit einigen Jahren sind Haarstyling-Geräte. Dieser Markt bleibt durch neue Produktideen wie der Kombination aus Lockenstab und Haarglätter oder durch so genannte Ionenbürsten weiter in Bewegung. Auch hier geht der Trend weg von reinen Haarglättern hin zu Modellen, die ein variables Styling ermöglichen.
In den sechs größten osteuropäischen Ländern wächst der Umsatz insgesamt um 7 Prozent, mengenmäßig stabilisieren sich die Verkaufszahlen nach den krisenbedingten Verlusten im Vorjahr. Vor allem die Ukraine und die Slowakei weisen nach deutlichen Umsatzrückgängen im vergangenen Jahr wieder positive Wachstumsraten aus. In Ungarn und Rumänien geht im ersten Halbjahr 2010 der Umsatz zurück, allerdings ist bei monatlicher Betrachtung eine langsame Erholung zu erkennen. Entgegen diesem Trend entwickelt sich der Markt in Tschechien weiterhin negativ. Im Nachbarland Polen, das im vergangenen Jahr kaum krisenbedingte Auswirkungen spürte, erlebt nun der Markt für Elektrokleingeräte einen zeitverzögerten Umsatzrückgang.
In den einzelnen Warengruppen stieg in Osteuropa vor allem der Umsatz mit Geräten aus dem Bereich Küchenhilfen sowie Kaffee- und Espressomaschinen, Wasserkochern und Staubsaugern wieder an.
Die GfK Retail and Technology erhebt im Rahmen ihres Handelspanels regelmäßig Daten zu Elektrokleingeräten in den Segmenten Getränkezubereitung, Küchenhilfen, Körperpflegeprodukte, Heim-Komfortprodukte sowie Ersatzbedarf. Für den westeuropäischen Markt stammen die Informationen, die dieser Auswertung zu Grunde liegen, aus Deutschland, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande. Die Daten für den osteuropäischen Markt umfassen die sechs Länder Tschechien, Ungarn, Polen, Rumänien, Slovakei und Ukraine.
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Die GfK Gruppe bietet das grundlegende Wissen, das Industrie, Handel, Dienstleistungsunternehmen und Medien benötigen, um Marktentscheidungen zu treffen. Ihr umfassendes Angebot beinhaltet Informations- und Beratungsservices in den drei Sektoren Custom Research, Retail and Technology und Media. Weltweit ist die Nummer 4 der Marktforschungsunternehmen in mehr als 100 Ländern aktiv und beschäftigt über 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Jahr 2009 betrug der Umsatz der GfK Gruppe 1,16 Milliarden Euro. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.gfk.com. Folgen Sie uns auf Twitter: www.twitter.com/gfk_gruppe
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